Leuchtturm Rubjerg Knude vor dem Abriss

The keeper on the edge of the storm

Über Jahre war dieser Leuchtturm eines unserer festen Ziele in Dänemark. Der Fortschritt der Sanddüne, dem der Turm nicht widerstehen kann, ist faszinierend und ein Sinnbild des Kräfteverhältnisses zwischen Natur und Mensch.

Der dänische Fernsehsender TV2 hat am 3. November 2017 auf seiner Homepage einen Beitrag veröffentlicht, nachem der Turm jetzt abgerissen werden muss.

Das soll bereits 2018, spätestens 2019 beginnen. Unklar ist noch, ob er einfach verschwinden oder neu aufgebaut werden soll. Aber wo soll das sein und wie authentisch wäre das noch? Und wer übernimmt die Kosten?
Fest steht: Die Düne ist so weit fortgeschritten, dass man nicht mehr länger als ein oder zwei Jahre warten kann.

Also: besuchen Sie den Leuchtturm, solange er noch steht.

In unserem Film ist er natürlich konserviert und wird immer im Abendlicht erstrahlen.

Hier ist der Artikel von TV2.

3 Antworten auf „Leuchtturm Rubjerg Knude vor dem Abriss“

  1. Wir kommen seit 1994 hierher und haben die großen Phasen miterlebt, in denen die Düne vom Meer aus vor dem Leuchtturm war, so dass man ihn vom Meer aus nicht sehen konnte.Damals standen auch noch die Nebengebäude, die als Museum und Imbiss zur Verfügung standen und die Autos parkten in kleinen, schneckenförmig angelegten Parkplätzen dicht davor. Durch den Sandflug bewegte sich die Düne ins Landesinnere und der Leuchtturm war wieder vom Meer aus zu sehen. Allerdings verschwanden unter dem Sand die Nebengebäude ( Einsturz) und die Parkbuchten. Die Düne wuchs immer weiter ins Landesinnere und wurde immer höher, die Absturzkante an der Steilküste vor dem Leuchtturm kam immer dichter……wenn man jetzt da oben steht, raubt es einem den Atem….es ist fast ein wenig gespenstig. Traurig ist es schon, wenn der alte Turm geht, wir lieben ihn….aber gegen die Natur sind wir machtlos. So ist es ja auch schon mit der Marup Kirke passiert, alles ist dem Meer zum Opfer gefallen, der vordere Friedhof und schließlich der abgetragene Gebäudeteil…..alles weg. So traurig.

  2. Wir besuchen den Rubjerg Knude seit 1978 jedes Jahr, es ist schon erstaunlich wie hier die Naturgewalten einiges im Laufe der Jahre zerstört haben. Die Aussicht von dort ist einfach überwältigend. Es wäre sehr schade und traurig , wenn dieser Urlaubermagnet nicht mehr vorhanden wäre. Bei der heutigen Technik muß es doch möglich sein, daß man den Rubjerg Knude als Anziehungspunkt erhält.

    1. Seit 1978 seid ihr da gewesen? Da habt ihr ja alle Phasen miterlebt. Wir sind “nur” seit 2004 am Turm gewesen. Aber jedes Mal war es ein faszinierendes Erlebnis den Trum aus dem Sand ragen zu sehen.
      Stand der Technik? Ich weiß nicht. Also zum Einen ist die Düne immerhin 60 Meter hoch. Schreitet der Sandflug weiter voran, müsste man irgendwann einen 60 Meter hohen Sandhügel am Leben halten…
      Und ich denke, dass ist etwas, was die Dänen nicht wollen. Sie wollen in den Lauf der Natur bewusst nicht eingreifen. Das haben sie ja auch bei der Mårup Kirke so gemacht, die seit fast zwei Jahren vollständig abgerissen ist.

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